Ostfenster

Der Chorraum der Felizitaskirche ist vorne nach beiden Seiten offen und  verbreitert sich scheinbar in die beiden Seitenschiffe hinein. Die ganze Chorpartie zählt elf Fenster. Ihre Glasmalereien sind in Form und Farbe nicht einheitlich und unterscheiden sieh auch insgesamt von den übrigen Fenstern der Kirche. 

Die Veränderung ist zumeist durch Kriegsschäden auf der Südost-Ecke der Kirche bedingt. Acht Fenster mussten nach dem Kriege völlig neu geschaffen werden.

Zu diesen gehören vor allem die mittleren Chorfenster.

Sie stehen in der Achse der Kirche und darum besonders im Blickfeld des Kirchenbesuchers. Die drei Fenster mit­samt ihren "Fischblasen" in den Spitzbögen sind stark ab­gedunkelt, haben aber kräftige Farben, vorwiegend Rot, Blau, Grün und Gelb, die in der Morgensonne prächtig leuchten.

Nur das Chorfenster in der Mitte hat bildliche Dar­stellungen. Christus ist zweimal dargestellt, als der Ge­kreuzigte und der Auferstandene. Unter dem Kreuze ste­hen rechts Maria und Johannes, links ein Engel, der in einem Kelch das Blut aus der Seitenwunde Jesu auffängt. Die Kreuzesbalken sind schwach zu erkennen, deutlich ist aber die Kreuzesinschrift zu lasen: I N R I(= Jesus Nazarenus Rex Judaeorum). Der Auferstandene im oberen Bild zeigt die Wundmale an Händen und Füßen. Als Zeugen, der Auferstehung sind ihm Petrus, Maria Magdalena und vier Apostel zugesellt.
 
Diese drei Chorfenster sind in Entwurf und Ausführung ein Werk von W. Rengsmann, Lünen. (Das frühere, im Krieg beschädigte und aufbewahrte Fenster mit der Kreuzigungsgruppe wurde 1959 renoviert und in einer offenen Kapelle an der Dülmener Straße in Seppenradc wieder eingesetzt.)

Reste aus dem im Krieg zerstörten Altarfenster

jetzt in Seppenrade, Dülmenerstrasse